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Unternehmen erleben gerade dieses Jahr einen weiteren digitalen Wandel: Aus herkömmlichen Tätigkeiten werden zunehmend online durchgeführte Tätigkeiten, aus Unternehmensanwendungen werden kundenorientierte Anwendungen und Interaktionen finden überall über Web- , Mobil- und Internet der Dinge (IoT)-Anwendungen statt – und wenn es um Kundenzufriedenheit geht, ist Verfügbarkeit keine Priorität, sondern eine Voraussetzung.

Alles dreht sich um Daten. Diese müssen 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr verfügbar sein. Da Ausfälle der Infrastruktur nicht vermieden werden können, muss die Datenbankplattform im Falle eines Ausfalls die Verfügbarkeit von Servern, Datenbanken oder des Netzwerks erhalten oder automatisch wiederherstellen.
MariaDB Plattform nutzt die lokale Speicherung und Replikation (mit oder ohne Clustering), um eine hohe Verfügbarkeit über mehrere Datenbankserver zu gewährleisten. Es gibt keine singuläre Fehlerquelle. Wenn MariaDB Plattform für Hochverfügbarkeit konfiguriert ist, sind Ausfallzeiten aufgrund eines ungeplanten Infrastrukturausfalls praktisch ausgeschlossen.

Bei der Hochverfügbarkeit sind jedoch die Kompromisse zwischen Leistung, Langlebigkeit und Beständigkeit zu berücksichtigen. Es gibt Zeiten, in denen Langlebigkeit und Beständigkeit wichtiger sind als Leistung. In einigen Fällen aber ist die Leistung wichtiger. Die richtigen Kompromisse hängen von den Geschäftsanforderungen, dem Anwendungsfall und den technischen Anforderungen ab.

In diesem Workshop lernen Sie, wie Replikation und Clustering in MariaDB Plattform funktionieren, wie Systemvariablen und -parameter eingestellt werden können, um Leistung, Langlebigkeit und/oder Konsistenz zu verbessern. Sie erkennen außerdem, wann asynchrone, semisynchrone oder synchrone Replikation zu wählen sind. Darüber hinaus wird der Failover-Prozess für verschiedene Replikations- und Clustering-Topologien beschrieben.

In diesem Workshop werden zur Einführung folgende Sachverhalte im Detail erläutert:

  • Die Funktionsweise von Master/Slave-Replikation und Multi-Master-Clustering
  • Die Kompromisse zwischen asynchroner, semisynchroner und synchroner Replikation
  • Die Auswirkungen von Hochverfügbarkeit auf Leistung, Langlebigkeit und Konsistenz
  • Die Verbesserung der Verfügbarkeit durch die Topologieerkennung mit automatischem Failover

Im praktischen Teil werden Sie dann eine Hochverfügbarkeitslösung über Galera Cluster mit drei MariaDB Servern aufsetzen. Als intelligenter Datenbank-Proxy kommt hierbei MariaDB MaxScale zum Einsatz. Im Rahmen dieses Workshops entwickeln wir schrittweise diese Server, die danach bei Bedarf von den Teilnehmern weiter genutzt werden können. Zur Vorbereitung werden vor dem Workshop vier Images bereitgestellt, um Galera Cluster und MariaDB MaxScale aufzusetzen.

Anforderungen: Sollen die Server nach dem Workshop weiter genutzt werden können, werden eigener Laptop/Workstation (64bit, 8GB Hauptspeicher, 50 GB freier Speicherplatz auf SSD/HDD) mit stabiler Internetverbindung und ein Werkzeug für sichere Terminal-Verbindungen (putty, ssh oder ähnliches) benötigt. Alternativ können die Server auch in der MariaDB Cloud aufgesetzt werden.

Technischen Voraussetzungen: Notebook mit ssh Terminal (putty, git bash etc. für Windows, iTerm2 für macOS; ssh für linux).
Jeder Teilnehmer erhält in den ersten 15 Minuten Zugriff auf virtuelle Maschinen in AWS. Jeder kann jedoch auch vier virtuelle Maschinen unter CentOS 7 vorbereiten (8GB RAM, 30GB HDD, Internet-Zugang)