Dass Nachhaltigkeit keine esoterische Randerscheinung ist, ist inzwischen auch in der IT angekommen. Das Bewusstsein für nachhaltiges Wirtschaften ist in den meisten IT-Unternehmen zumindest so weit geschärft, dass man sich in Bezug auf Energieverbräuche und CO2 Emissionen Gedanken macht, diese möglichst zu reduzieren und unvermeidbare Energieverbräuche aus Ökostrom bezieht sowie in Klimakompensationen investiert.

Nachhaltigkeit ist allerdings mehr, als sich „nur“ klimafreundlich zu organisieren. Denn, die Potenziale der IT sind auch hierbei umfassenderer und vielseitiger, als man das auf den Ersten Blick vermuten mag. Nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund, dass jede verschwendete Kilowattstunde Ökostrom durch die IT, die Einsparung von fossiler Energie an anderer Stelle hemmt.

Die Wertschöpfungskette eines IT-Unternehmens oder einer IT-Abteilung offenbart eine Vielzahl von Aspekten, die auch weitere Nachhaltigkeitsziele berühren. Die methodische Betrachtung und Wirkungsanalyse einer exemplarischen IT-Wertschöpfung, in Bezug auf die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN – den Sustainability Development Goals (SDG's) – führte uns zur Entwicklung einer Vorgehensvariante des Design-Thinking – dem Sustainability-Thinking-Process. Dieses Vorgehensmodell begleitete unsere praxisbezogene Ermittlung potenzieller Nachhaltigkeitsdefizite in der BizDevOps-Wertschöpfung sowie der kreativen Entwicklung von Maßnahmen, Policies und Good-Practices, um diese Defizite zu verringern.

Ein Blitzlist durch unsere Nachhaltigkeitsmotivation, das entwickelte Vorgehensmodell, aber auch den Weg über kontroverse Erkenntnisse während der Maßnahmenfindung, sind Teil dieser Kurzvorstellung und Diskussion.