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Das noch recht junge JVM-Framework Micronaut entwickelt sich zunehmend als Konkurrenz zu etablierten Microservice-Frameworks wie Spring Boot oder Eclipse Microprofile. Das liegt maßgeblich daran, dass das leistungsstarke und dennoch schlanke Framework es schafft, Startzeiten und Speicherverbrauch von Anwendungen erheblich zu reduzieren. Dies macht es nicht nur für die Entwicklung von Microservices interessant, sondern auch für Serverless-Computing, da hier eine geringe Kaltstartzeit ein ganz entscheidender Faktor ist. Ein weiterer Grund, der zum aktuellen Erfolg beiträgt, ist, dass Micronaut neben Java und Groovy auch Kotlin als first-class language unterstützt. Die ausdruckstarke und prägnante JVM-Sprache hatte ihren ersten Durchbruch in der Android-Entwicklung. Inzwischen finden aber auch immer mehr Backend-Entwickler Gefallen an Kotlin, da es sich auch bei der server-seitigen Entwicklung als effiziente Java-Alternative erweist. Darüber hinaus vereinfacht Micronaut die Entwicklung für die GraalVM – Oracles neuer polyglotten Virtual Machine. Diese erlaubt unter anderem die Erzeugung von nativen Images, wodurch sich Startzeit und Speicherverbrauch nochmals drastisch senken lassen.

Die Session umfasst eine praktische Einführung in das Micronaut Framework. Dazu wird – nach einer Vorstellung der grundlegenden Technologien – live ein Microservice mit Kotlin und Micronaut codiert. Anschließend wird der Service per GraalVM als natives Binary kompiliert. Die Teilnehmer erwartet somit neben einem technischen Überblick auch ganz praktische Anregungen, wie sie selbst mit der Micronaut-Entwicklung starten können und welche Möglichkeiten die GraalVM dabei bietet.