Software-Engineering ist mit kognitiven Ansprüchen und Fähigkeiten verbunden. Dabei spielen Wahrnehmung und Aufmerksamkeit eine besondere Rolle. Doch unsere kognitiven Fähigkeiten können verzerrt sein und beeinflussen somit unsere Denkweise und daher auch unsere Arbeitsweise, wenn wir Software entwickeln. Durch die Verzerrungen machen wir schneller Fehler oder tun uns schwer, Fehler zu erkennen und zu finden. Wer die Phänomene der Wahrnehmungspsychologie kennt wird bei der Reflektion der eigenen Denkweise zur schmerzhaften Erkenntnis kommen, dass sich niemand den Auswirkungen der Wahrnehmungspsychologie entziehen kann. Doch ist das Wissen über diese Phänomene entscheidend, um Fehler und Missverständnisse im gesamten Softwareentwicklungsprozess zu minimieren. Der Vortrag zeigt typische Denkfehler auf und wie sie den Alltag eines Softwareentwicklers beeinflussen.

Die Zuhörerinnen und Zuhörer des Vortrages werden selbst zu Teilnehmenden wahrnehmungspsychologischer Experimente und spüren, wie schnell sich unser Gehirn beeinflussen und in die Irre führen lassen kann. Die Erkenntnisse helfen, wenn es um das Denken und Verstehen von Code geht, insbesondere wenn dieser nicht aus der eigenen Feder stammt oder schon älter ist.