- Felix Kronlage-Dammers
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2026 ist das Jahr der Souveränitätsindizes. Was einst als politisches Credo begann – die Forderung nach Kontrolle, Transparenz und Unabhängigkeit in der Cloud – ist inzwischen zum Marktdifferenzierungsinstrument geworden. Anbieter aller Couleur entwickeln eigene Bewertungsrahmen, Zertifizierungen und Indizes, um sich als „souveräne" Cloud zu positionieren. Die Messlatte liegt dabei häufig dort, wo man selbst am besten abschneidet.
Doch wo bleiben die Kund:innen in dieser Betrachtung? Welche der zahlreichen Versprechen halten einer ehrlichen technischen und betrieblichen Prüfung stand – und wo läuft der Markt kollektiv Begriffen hinterher, die mehr nach Compliance-Checkliste als nach realem Nutzen klingen?
Der Vortrag beleuchtet die aktuelle Landschaft aus der Perspektive des Sovereign Cloud Stack (SCS) – einem Open-Source-Projekt unter dem Dach der Open Source Business Alliance, das sich mit den technischen und organisatorischen Grundlagen digital souveräner Cloud-Infrastruktur befasst, lange bevor der aktuelle Hype-Zyklus begann. Aus dieser Warte lässt sich beobachten, welche Entwicklungen substanziell sind und welche primär der Marktpositionierung dienen.
Anhand konkreter Fallbeispiele und technischer Umsetzungen werden gängige Souveränitätsansprüche auf den Prüfstand gestellt: Was ist tatsächlich messbar und nachvollziehbar? Was wird von Kund:innen als echter Mehrwert nachgefragt – und was bleibt ein Versprechen im Produktblatt? Die Teilnehmenden erhalten eine differenzierte Einordnung des aktuellen Souveränitätsdiskurses sowie konkrete Kriterien, um Angebote im eigenen organisatorischen Kontext kritisch zu bewerten.
