- Ulrich Gerkmann-Bartels
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Die Cloud-Migration behördlicher IT-Systeme in Deutschland ist längst keine strategische Option mehr — sie ist regulatorische Notwendigkeit und politischer Auftrag zugleich. Doch die Praxis zeigt: Wer heute migriert, bewegt sich in einem schwierigen Spannungsfeld. US-amerikanische Hyperscaler bieten technische Reife und Skalierbarkeit, werfen aber ungelöste Fragen zur Datensouveränität und Rechtskonformität (DSGVO, BSI-Vorgaben) auf. Europäische Alternativen versprechen Souveränität, stehen aber vor der Frage hinreichender technischer Reife und Betriebsfähigkeit für komplexe Produktivumgebungen.
Dieser Vortrag beleuchtet diesen Zielkonflikt am Beispiel eines realen Migrationsvorhaben: die Überführung eines behördlichen Online-Portals von einer On-Premise-Infrastruktur in die Cloud. Ausgehend von einem strukturierten Cloud-Readiness-Assessment werden zwei Perspektiven systematisch gegenübergestellt:
Technische notwendige Reife Hinreichende Souveränität und Betreibervertrauen
Der Vortrag zeigt, wie diese Bewertungsdimensionen in eine strukturierte Provider-Evaluation übersetzt wurden, welche Risiken identifiziert worden sind und welche architektonischen Ansätze — etwa Cloud-agnostische Designs oder Cloud-Exit — den Handlungsspielraum vergrößern.
