- Ronald Brill
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Entwickler verbringen deutlich mehr Zeit mit dem Lesen von Code als mit dem Schreiben – Robert C. Martin schätzt das Verhältnis auf 10:1. Entsprechend gibt es unzählige Ratschläge, wie man lesbaren Code schreibt.
Was dabei gerne übersehen wird: Den überwiegenden Teil des Codes, den wir lesen, haben wir nicht geschrieben – und vor allem hat man selbst keinen Einfluss auf seine Lesbarkeit.
Lesen und verstehen müssen wir ihn trotzdem. Wir lesen, um zu entscheiden, ob eine Library unsere Anforderungen erfüllt. Wir lesen, um herauszufinden, wie eine API-Methode benutzt werden muss. Wir lesen, wenn wir neu im Projekt sind. Wir lesen beim Debuggen und müssen entscheiden: Bug in meinem Code oder in der verwendeten Funktion? Wir lesen, weil wir neue Algorithmen lernen und verstehen wollen. Und immer häufiger lesen wir KI-generierten Code - um ihn zu bewerten und zu verstehen. Für all das brauchen wir nicht besseren Code – sondern bessere Lesekompetenzen.
Dieser Vortrag widmet sich genau diesem Thema: Wie lesen wir Code effektiv? Welche mentalen Strategien helfen beim Erfassen von Struktur und Intention? Brauchen wir unterschiedliche "Lesarten" für Debugging, API-Exploration oder KI-Verständnis? Eine Einladung, das Lesen von Code genauso ernst zu nehmen wie das Schreiben.
