- Mario Herb
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- Session
Was ist „Wahrheit“ in Software – und wer definiert sie, wenn KI aktiv an der Entwicklung beteiligt ist?
Im Domain-Driven Design (DDD) wird Wahrheit modelliert: Domänenwissen wird gemeinsam in Sprache, Modelle und Code übersetzt. Doch in der Ära von KI-Coding-Assistenten stehen wir vor einem Paradoxon: Wir können Code schneller produzieren, als wir ihn fachlich validieren können. Ohne ein stabiles Fundament droht aus der Evolution der Domäne ein unkontrollierbares Chaos aus generiertem Boilerplate zu werden.
Dieser Vortrag zeigt, warum taktisches DDD heute relevanter ist als je zuvor. Saubere Building Blocks – wie Aggregates, Entities, Value Objects und Domain Events – sind nicht nur akademische Muster; sie sind die essenziellen Einheiten, die Software erweiterbar und änderbar halten.
Wir beleuchten in dieser Session:
KI als Evolutions-Katalysator: Wie taktische Patterns helfen, die von der KI generierte Logik so zu kapseln, dass die Domäne langfristig wartbar bleibt.
Context Engineering: Warum eine klare Ubiquitous Language die Voraussetzung dafür ist, dass Prompts nicht zu fachlichen Missverständnissen im Code führen.
Struktur schlägt Geschwindigkeit: Wie Building Blocks verhindern, dass KI-generierter Code zu einem neuen „Big Ball of Mud“ verschmilzt.
Praxis-Check: Wo KI Implementationslücken bei Commands und Events effizient schließt und wo der Mensch die fachliche Verantwortung für die Modell-Integrität behalten muss.
Das Ziel: KI kontrolliert einsetzen, als Beschleuniger für eine Softwarelandschaft, die sich evolutionär weiterentwickeln kann, anstatt unter der Last von schnellem, aber unstrukturiertem Code zu kollabieren.
