- Dieter Buchmann
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- Session
Digitale Souveränität wird häufig als Technologiefrage diskutiert: Cloud-Modelle, Open Source, Standards, Datenhaltung, Exit-Strategien oder regulatorische Anforderungen. In der Praxis scheitert sie jedoch oft nicht an fehlender Technik, sondern an etwas Grundsätzlicherem: fehlenden Entscheidungswegen, nicht verbindlicher Architektur und ungeklärter Verantwortung.
Viele Organisationen investieren in Plattformen, Sicherheitsmaßnahmen und Modernisierung, ohne klar festzulegen, wer im Konfliktfall entscheidet, welche Architekturvorgaben tatsächlich gelten und wie technologische Abhängigkeiten aktiv begrenzt werden. Genau hier entsteht die Lücke zwischen strategischem Anspruch und operativer Realität.
Der Vortrag zeigt, warum digitale Souveränität nicht allein durch Technologie entsteht, sondern durch tragfähige Architektur- und Governance-Strukturen. Anhand typischer Muster aus realen Projekten wird deutlich, weshalb unklare Verantwortlichkeiten, nicht durchsetzbare Standards und fehlende Geltung von Architekturentscheidungen Souveränität systematisch untergraben.
Im Mittelpunkt stehen dabei drei Fragen:
- Welche Rolle spielt Architektur für echte digitale Souveränität?
- Warum bleiben viele Strategien ohne Wirkung in der Umsetzung?
- Welche strukturellen Entscheidungen müssen Organisationen treffen, damit Souveränität mehr wird als ein politisches Schlagwort?
Teilnehmende erhalten konkrete Perspektiven darauf, wie Architekturentscheidungen, Verantwortungsstrukturen und Governance zusammenwirken müssen, damit digitale Souveränität praktisch umsetzbar wird.
