- Martin Binder
- Dienstag, 08. Dez 2026
- 10:00 - 10:45
- tbc
- Session
Viele Modernisierungsprojekte haben kein Codeproblem, sondern scheitern aus anderen Gründen: Wer Code 1:1 übersetzt, ohne das System inhaltlich zu verstehen, transformiert jahrzehntelang angehäufte technische Schulden einfach nur auf eine neue Plattform.
CROZ, ein IBM-Partner, bringt es auf den Punkt: „You're essentially getting Java that 'thinks' in COBOL." Genau darin liegt das Problem.
Modernisierung ist vor allem ein Wissensproblem. Dieser Talk zeigt aus Business-Sicht die sich verstärkenden Dimensionen, warum Bestandssysteme mangels Wissen verschiedene Risiken erzeugen: Sicherheit, Kosten, Compliance, Brain Drain, Agilität, Wettbewerb. Die Antwort ist eine Referenzarchitektur und Methodik für das Verstehen von Bestandssystemen. Eine persistente Wissensbasis als Single Source of Truth, gespeist durch deterministische Methoden und KI-Agenten, die Quellcode, Metadaten und Prozesse iterativ lesen, gegen bestehende Fakten prüfen und nur verifiziertes Wissen persistieren. Erst auf diesem Fundament fällt die Entscheidung: Refactoring, Neubau oder Standard-Software. Zudem lässt sich das wiedererlangte Wissen vielfältig, zum Beispiel für Onboardings nutzen.
Take-aways: Prinzipien für KI-gestützte Legacy-Modernisierung und ein Vorgehen, das Verständnis und Architektur vor Code-Erzeugung priorisiert.
Zielgruppe: Architekt:innen, Senior Developer und IT-Verantwortliche mit Verantwortung für z/OS, IBM i oder andere gewachsene Kernsysteme.
