KI-Agenten sind auf dem Sprung vom Prototyp in die Produktion. Doch während wir über Architekturen, Frameworks und Tool-Integration diskutieren, wird eine Frage selten gestellt: Was kostet ein Agent-Loop eigentlich, nicht nur in Euro, sondern in Energie und CO₂?

In diesem Vortrag bauen wir denselben KI-Agenten zweimal: einmal „naiv", so wie es die meisten Tutorials und Quickstarts zeigen, und einmal „green by design". Beide lösen dieselbe Aufgabe. Doch sie unterscheiden sich fundamental in ihrem Ressourcenverbrauch.

Der naive Agent nutzt für jeden Schritt das größte verfügbare Modell, schickt bei jedem Turn den vollen Kontext mit und kennt kein Token-Budget. Der grüne Agent setzt auf intelligentes Model Routing, Prompt-Optimierung, Caching und bewusstes Abbruchverhalten.

Die Ergebnisse vergleichen wir anhand konkreter Metriken wie dem Token-Verbrauch, API-Calls, den geschätzten Kosten und dem CO₂-Fußabdruck, aber ohne Abstriche bei der Antwortqualität zu machen. Aus dem Vergleich leiten wir praxistaugliche Green Agent Design Patterns ab, die sich sofort in eigenen Projekten anwenden lassen.

Im Ergebnis entsteht eine konkrete Checkliste, um Agenten nachhaltiger und in vielen Fällen deutlich kosteneffizienter zu gestalten. Der Vortrag richtet sich an Entwickler:innen und Architekt:innen, die KI-Agenten bauen oder planen und dabei Nachhaltigkeit nicht dem Zufall überlassen wollen.