- Ingo Eichorst
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Irrlicht.io ist ein Open Source Tool für die Beobachtung von KI Coding Agenten. Aber in diesem Vortrag ist das Produkt nur der sichtbare Teil der Geschichte.
Interessanter ist, wie es entstanden ist: als kleine, schnelle, manchmal erstaunlich produktive und manchmal komplett überfordernde Coding Factory. Mit Claude Code, Codex, Pi, OpenCode und Gas Town.
Welche Aufgaben können Agenten wirklich alleine übernehmen? Wo braucht es den Menschen als Architekt, Produktmanager, Reviewer, Bremse und gelegentlich als Feuerwehr?
Es geht um die Aha Momente und um die Enttäuschungen. Manche Agenten wurden zu treuen Begleitern. Andere bauten mit beeindruckendem Selbstbewusstsein kompletten Unsinn. Überraschend gut lief dagegen alles rund um Marketing, Landing Pages und PR. Sogar die ersten Schritte in Richtung Community-Aufbau wurden plötzlich machbar. Immer wieder stand dieselbe Frage im Raum: Wann ist Vertrauen produktiv und wann rettet Kontrolle das Projekt?
Dazu kommt die weniger glamouröse Seite von Hochgeschwindigkeit: Was macht dieses Tempo mit Körper, sozialem Umfeld und Kopf, wenn die Maschine immer weiterlaufen könnte, der Mensch aber nicht?
Am Ende geht es nicht um Irrlicht als Produkt. Irrlicht ist das Artefakt, das aus dem Experiment gefallen ist. Eigentlich geht es um eine neue Form von Open Source Arbeit: kleine autonome Fabriken, die erstaunlich viel schaffen und trotzdem ständig Leitplanken brauchen. Die zentrale These: Die neue Superkraft ist nicht, noch schneller noch mehr Code zu erzeugen. Die neue Superkraft ist, Systeme so zu bauen, die Menschen verstehen, lenken und aushalten können.
