- Sabine Wojcieszak
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- Keynote
Seit einiger Zeit ist Macht scheinbar in der Hand von wenigen: den Tech-Bros, den Superreichen, einigen Staatsmännern. Sie wird vorgelebt als Skrupellosigkeit, die zur Stärke erklärt wird, als menschen- und gesetzabwertende Ellenbogenmentalität, die Achtsamkeit und ein gesundes Miteinander als Schwäche brandmarkt. Doch was an der Spitze vorgelebt wird, sickert ein – in unsere Gesellschaft, unsere Organisationen, unser Denken, Handeln und Leben.
Aber ist das wirklich DIE Macht? Oder nur eine verzerrte Version davon?
Ist Macht ausschließlich Geld, Titel oder Einfluss – oder steckt sie auch in Haltung, Entscheidungen und Handlungen? Wer will eigentlich noch Macht haben, wenn diese so negativ geframt ist? Oder überlassen wir die Macht aus Bequemlichkeit genau denen, die sie dann missbrauchen?
Was, wenn Macht per se weder gut noch böse ist – sondern davon abhängt, wie wir sie einsetzen?
Und wie kann eine alternative Version von Macht aussehen?
Was, wenn wir alle Macht haben - und wir sie nur nutzen müssen? Auch wenn wir nicht an den Hebeln der Systeme sitzen, nicht über Budgets entscheiden, nicht die Regeln schreiben? Wo fängt unser Machteinfluss an – und wo hört er auf?
Und die entscheidende Frage: Was bewegen wir, wenn wir unserer Macht bewusst werden und sie entsprechend einsetzen – statt sie zu fürchten oder wegzuschieben? Was passiert, wenn wir Verantwortung nicht als Last, sondern als Gestaltungsraum begreifen? Welche Chancen ergeben sich, wenn wir Macht nicht als Privileg, sondern als gemeinsame Aufgabe verstehen?
Diese Keynote wird keine allgemeingültigen Antworten liefern; vielmehr soll sie den Raum öffnen für Gedankenexperimente, Reflexionen und Diskussionen.
Denn eines ist klar: wir müssen nicht nur über Macht sprechen; wir können sie für uns neu definieren und nutzen.
