Das Wort Neurodiversität ist mittlerweile überall im Gespräch. Doch was bedeutet es wirklich? Und warum kann eine Beschäftigung mit dem Thema für Unternehmen und Beschäftigte zum Gamechanger werden?

Die Vision der Neurodiversity entstand vor über 25 Jahren in autistischen Communities und ist ein Umbrella-Term, der uns alle umfasst. Wir alle gehören zur Neurodiversität. Somit ist das Wort in seiner Größe dem der Biodiversität gleich. Sie umfasst die verschiedenen Neuro-Settings. Diese lassen sich aufteilen in eine größere Gruppe: neurotypisch (heute oft neuronormativ genannt) und alle anderen, die unter dem Namen neurodivergent zusammengefasst werden.

Hierzu gehören hoch- und höchstbegabte, autistische, legasthene Menschen, Menschen mit ADHS und viele mehr. Über viele Jahrzehnte hat man z.B. von hoch- und höchstbegabten erwartet, dass sie „einfach funktionieren“. Viele andere Neurodivergenzen wurde rein über Defizite gelesen. Heute weiß man, dass diese Bild viel zu eng ist. ADHS bringt oft den Mut mit, zu neuen Ufern aufzubrechen. Autistische Menschen leiden signifikant weniger unter dem Bystander Effekt und sind oft schwer zu bestechen.

Studien aus UK zeigen, dass legasthene Menschen häufiger selbständig sind. Teams sind dann erfolgreich, wenn sie sich mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten einbringen können. Grade in volatilen Zeiten kann flexiblen Handeln für den Erfolg entscheidend sein. Daher kann die Vision der Neurodiversität für Unternehmen ein Gewinn werden, wenn sie verstanden und gut eingesetzt wird. In diesem Workshop werden wir uns zu Beginn mit der Idee Neurodiversity und dem Double Empathy Problem beschäftigen und dann in die Praxis übergehen.

Wir schauen uns verschiedene Verarbeitungswege an. Top-down-Thinking, Buttom-up-Thinking. Was bedeutet es für Führungskräfte, wenn im Team unterschiedliche Denkstile vorkommen? Wie kann man diese nutzen? Wie stellt man sicher, dass im Team alle die Möglichkeit haben, sich gesund und erfolgreich zu leben? Am Ende des Workshops besteht die Möglichkeit, Shinos „Manuel of Me“ auszuprobieren und mit ins eigene Team/Unternehmen zu bringen.