- Miriam Becker
- Donnerstag, 10. Dez 2026
- 14:00 - 14:45
- tbc
- Session
Technical Debt ist ein etablierter Begriff in der Softwareentwicklung.
Schlechte Architektur, Quick Fixes und fehlende Refactorings werden als langfristiges Risiko verstanden und zumindest theoretisch eingeplant. UX Debt dagegen entsteht oft leise, bleibt lange unsichtbar und wird selten bewusst adressiert – obwohl sie erhebliche Auswirkungen auf Produktqualität, Nutzung, Entwicklungsgeschwindigkeit und damit auch auf Kosten und Effizienz hat.
In diesem Talk geht es darum, was UX Debt ist, wie sie entsteht und warum sie so häufig ignoriert wird. Es wird deutlich, wie sich UX Debt im Alltag bemerkbar macht: durch steigende Support-Anfragen, sinkende Nutzung, wachsende Komplexität in der Weiterentwicklung und einen zunehmenden Abstimmungsaufwand zwischen Teams.
Der Vortrag zeigt, wie kurzfristige Entscheidungen, fehlende UX-Strategie und unsaubere Prozesse langfristig zu Systemen führen, die zwar funktional erweitert werden können, aber immer schwerer verständlich, erklärbar und wartbar sind. Dabei wird sichtbar, dass UX Debt kein reines Design-Problem ist, sondern eng mit technischen Entscheidungen, Produktpriorisierung und Teamstrukturen verknüpft ist – mit direkten Auswirkungen auf Zeit, Budget und nachhaltige Produktentwicklung.
Der Talk richtet sich vor allem an Softwareentwickler:innen, Produktverantwortliche und technische Entscheider:innen, die regelmäßig mit technischen Schulden, Wartbarkeit und Skalierung von Systemen konfrontiert sind. Auch UX-Designer:innen profitieren von dem gemeinsamen Blick auf Ursachen und Auswirkungen von UX Debt.
