Ein OpenStack-Update klingt nach einem geplanten Wartungsfenster mit klarem Anfang und Ende – im laufenden Betrieb sieht die Realität jedoch anders aus. Zwischen produktiven Kundenworkloads, vertraglichen SLAs und der Erwartung an unterbrechungsfreien Betrieb wird jedes Update zur Herausforderung mit hoher Tragweite – technisch wie organisatorisch.

Dieser Vortrag zeigt am Beispiel einer produktiven, mit Kolla-Ansible bzw. OSISM betriebenen OpenStack-Umgebung, wie sich Release-Upgrades, Minor-Patches und Security-Fixes verlässlich in den Alltag integrieren lassen – ohne dass Endnutzer Auswirkungen spüren. Im Fokus stehen die strategischen Fragen: Wann lohnt sich der Sprung auf das nächste OpenStack-Release? Wie minimiert man Risiko und Wartungsaufwand? Und welchen Beitrag leisten Standards wie der Sovereign Cloud Stack (SCS) für Planbarkeit, Reproduzierbarkeit und Investitionssicherheit?

Beleuchtet werden die zentralen Bausteine eines erfolgreichen Update-Prozesses: die rollierende Aktualisierung der Control-Plane, der koordinierte Tausch von Compute-Nodes inklusive Live-Migration und die Einbindung des darunterliegenden Ceph-Clusters, der als gemeinsame Storage-Basis für Cinder, Glance und Nova eine Schlüsselrolle bei jedem Update spielt. Ergänzt wird dies durch automatisierte Vorab-Tests mit OpenStack-Rally, einem durchdachten Backup-Konzept und klaren Rollback-Strategien.

Der Vortrag richtet sich an Entscheider und Verantwortliche, die OpenStack nicht nur betreiben, sondern dauerhaft aktuell, sicher und betriebsstabil halten müssen. Zudem liefert es einen praxisnahen Einblick, wie aus dem riskanten "Großprojekt Update" ein steuerbarer, planbarer Bestandteil im Daily Business wird.