Preisverleihung im Rahmen der IT-Tage 2026

Ziel des Wettbewerbs

Die Green Software Initiative würdigt die wirkungsvollsten Aktivitäten und Maßnahmen, die dazu beitragen, Software in der Entwicklung und im Betrieb ressourcenschonend zu gestalten und CO₂e-Emissionen sowie den Verbrauch von Energie, Wasser und Rohstoffen zu reduzieren.

Der Bundesverband Green Software e.V. möchte durch diese Auszeichnung zeigen, dass energie- und ressourceneffiziente Softwareentwicklung nicht nur möglich, sondern bereits Realität ist.

Die Initiative macht sichtbar, wie Unternehmen heute schon Verantwortung übernehmen – mit konkreten Lösungen, die Umweltwirkungen messbar reduzieren und als Vorbild für andere dienen können.

Wettbewerbsinhalt

Mit der Green Software Initiative würdigt der Bundesverband Green Software e.V. die Initiative eines Unternehmens, die nachweislich zur Entwicklung oder zum Betrieb ressourcenschonender Software beigetragen hat.

Im Fokus stehen praktische Anwendungsfälle, die bereits erfolgreich umgesetzt wurden oder sich in der Umsetzung befinden. Sie sollen als inspirierende Erfolgsgeschichten zeigen, wie umweltfreundliche Digitalisierung heute schon gelingen kann und welche Wirkung sie entfalten kann – im Unternehmen und darüber hinaus.

Beispiele für ressourcenschonende Softwareprojekte:

  • Energieeffiziente Softwarearchitektur: Minimierung von Rechenaufwand durch gezielte Designentscheidungen.
  • Optimierter Code: Reduktion von CPU-Last und Speicherverbrauch durch performante Algorithmen.
  • Carbon Aware Computing: Dynamische Steuerung von Rechenprozessen basierend auf dem aktuellen CO₂-Gehalt des Strommixes.
  • Entwicklernahe Rechenzentrumsdaten: Integration von Energie- und Emissionsdaten aus dem Rechenzentrum in Entwicklungs- und Deploymentprozesse.
  • Softwaregestützte Verbrauchsoptimierung: Tools oder Mechanismen zur aktiven Reduktion des Energieverbrauchs in Rechenzentren.
  • Strukturelle Maßnahmen im Unternehmen: Rahmenbedingungen wie internes Carbon Pricing, nachhaltige Softwaremetriken oder Dashboards, die Entwickler:innen zu ressourcenschonendem Handeln befähigen.

Bewertungskriterien

Für eine erfolgreiche Einreichung müssen mindestens drei der folgenden Kriterien erfüllt und nachvollziehbar belegt werden.

  1. Nachweisbare Energieeinsparung
    Die Maßnahme führt zu einer messbaren Reduktion des Energieverbrauchs – z. B. durch Vorher/Nachher-Vergleich, Monitoring-Daten oder dokumentierte Optimierungen im Entwicklungs- oder Betriebsprozess.
  2. Ressourcenschonende Entwicklungsmethoden
    Die Maßnahme wurde unter Einsatz von Methoden entwickelt, die gezielt auf die Reduktion von CO₂e-Emissionen und den Verbrauch von Ressourcen wie Energie, Wasser oder Rohstoffen abzielen – z. B. Green Coding, effiziente Algorithmen, nachhaltige Architekturentscheidungen.
  3. Wirkung auf die Umweltbilanz
    Das Projekt trägt zur Verbesserung der Umweltbilanz des Unternehmens bei – direkt (Scope 1), über die Energieversorgung (Scope 2) oder entlang der Lieferkette (Scope 3).
  4. Messbarkeit und Transparenz
    Die Wirkung der Maßnahme ist durch geeignete Kennzahlen, Monitoring-Systeme oder Umweltmetriken dokumentiert und nachvollziehbar dargestellt.
  5. Übertragbarkeit und Skalierbarkeit
    Die Maßnahme ist auf andere Unternehmen, Branchen oder Anwendungsbereiche übertragbar und kann dort ebenfalls zur Ressourcenschonung beitragen.